Modestadt: Tiflis

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via @babukhadiaofficial

Im Zuge des Post-Sovjet-Trends wurden nicht nur Marken groß, die zuvor keiner kannte, sondern auch Ostblock-Städte rückten in den Fokus „of COOL“, darunter Tiflis, der Geburtsort von Demna Gvasalia, dem gefeierten Designer von Vetements und Balenciaga.

Celia Solf, Managerin von „The Store“ aus Berlin, sprach bereits vor Monaten von der blühenden, spannenden Modeszene in Tiflis und der exzessiven Feier-Kultur, genau diese ist aktuell leider in Gefahr. Letzten Samstag gab es in zwei der bekanntesten Clubs Tiflis Razzien.

Diese führten umgehend zu Protest-Aktionen vor dem Parlament: ein Rave – als Protest gegen die harte Hand des rechts-konserativen Regierung gegen Drogen. Die Polizei, so der Vorwurf, sei mit unverhältnismäßiger Härte bei ihrem Einsätzen vorgegangen. Der Protest von größtenteils jungen Menschen zeigt das brodelnde Potential. Man tanzt, kämpft und schreit für die Freiheit. Eine Generation, die frei arbeiten und leben will, sich nicht mehr unterdrücken lassen will, von einem repressiven Polizeistaat.

Kurz vor den Protesten fand die Tiflis Fashion Week statt, die – dank dem Hype um die georgische Haupstadt – immer mehr Aufmerksamkeit erfährt – hier unsere Favoriten-Labels:

BABUKHADIA

2012 wurde das Label zunächst unter dem Namen „NB Atelier“ von Nino Babukhadia gegründet. Aus Tiflis heraus, verkauft sie ihre Teile mittlerweile weltweit, unter anderem auch bei Farfetch. Ihre Kollektionen präsentierte sie nicht nur mehrere Male in ihrem Heimatort, sondern auch auf den Fashion Weeks in Almaty und Azerbaijan.

AZNAURI

Nachdem Bella Hadid, den Erzählungen zufolge, dem Label zum internationalen Erfolg verhalf, indem sie seine Entwürfe trug, kann sich der Designer von „SITUATIONIST“ nun wohl unbekümmert um sein nächstes Projekt kümmern: der „gender-free“ Mode.

Vor zwei Jahren gründete Irakli Rusadze „Aznauri“, was übersetzt so viel wie „Adliger“ oder „Graf“ bedeutet. Und präsentiert seither auf der Tiflis-Fashion Week. So auch in diesem Jahr:

 

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ANUKAKEBURIA 

Mit einem Abschluss an der Academy of Fine Art 2005 zog es die Designerin nach London, wo sie an der St. Martin University of Art Schuh-Design Kurse belegte.

Anika Keburia, die mehrere Preise als beste Accessoire-Designerin, unter anderem in Russland, bekam, gründete ihr gleichnamiges Label 2006. Die Eröffnung feierte sie mit einem Showroom in ihrer Heimat, Tiflis. Dort präsentiert sie Schuhe, Accessoires, Kleidung und das hauptsächlich aus Leder, immer darauf bedacht eine hohe Qualität und natürliche Stoffe zu benutzen.

Auch ihr Label präsentierte seine Kollektionen unter anderem in Azerbaijan und auf der Ukraine Fashion Week.

 

 

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Category: Special

Von: Carl Jakob Haupt

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